- Alles, was nicht beschichtet werden soll, gehört vorher ab: Dichtungen, Kunststoff, Elektrik, Lager, Aufkleber.
- Werkstoff und Vorbehandlung mit angeben – Stahl, Alu, Guss und verzinkte Teile werden unterschiedlich behandelt.
- Gewinde, Passungen und Dichtflächen vorab benennen, damit sie maskiert werden können.
- Hohlräume und geschlossene Profile brauchen Ablauföffnungen, sonst bleibt Strahlmittel oder Flüssigkeit darin.
- Je größer die Charge, desto wichtiger sind Stückzahl, Maße und Gewicht – daraus ergeben sich Aufhängung und Durchlaufzeit.
Was muss vor der Anlieferung demontiert werden?
Entfernt werden muss alles, was Temperatur, Strahlmittel oder Chemie nicht übersteht – also Gummidichtungen, Kunststoffteile, Elektrik, Kabel, Lager, Glas sowie Aufkleber und Klebereste.
Die Pulverbeschichtung wird im Ofen eingebrannt. Bauteile durchlaufen dabei Temperaturen, bei denen viele Kunststoffe weich werden, Dichtungen verspröden und Elektronik ausfällt. Auch beim Strahlen gilt: Was nicht abgedeckt ist, wird mitbearbeitet.
Wenn eine Demontage nicht möglich ist, ist das kein Ausschlusskriterium – es muss aber vorher besprochen werden. Vieles lässt sich maskieren, manches erfordert ein anderes Verfahren, etwa eine Beschichtung, die ohne Ofen aushärtet.
Welche Angaben brauchen wir für ein Angebot?
Für eine belastbare Kalkulation brauchen wir Werkstoff, Stückzahl, ungefähre Maße und Gewicht, den gewünschten Farbton sowie die Information, ob und womit die Teile bereits beschichtet sind.
Der Werkstoff bestimmt das Verfahren: Stahl verträgt ein anderes Strahlmittel als Aluminium, Guss verhält sich wieder anders, und verzinkte Oberflächen brauchen eine eigene Vorbehandlung, damit die Beschichtung dauerhaft hält. Maße und Gewicht entscheiden darüber, ob ein Teil in die Kabine und an die Aufhängung passt.
| Angabe | Warum sie wichtig ist |
|---|---|
| Werkstoff | Bestimmt Strahlmittel, Vorbehandlung und Einbrenntemperatur |
| Vorhandene Beschichtung | Entscheidet, ob entlackt, gestrahlt oder überarbeitet wird |
| Maße und Gewicht | Bestimmen Aufhängung, Kabinenplatz und Handling |
| Stückzahl | Grundlage für Chargenbildung und Durchlaufzeit |
| Farbton und Glanzgrad | Legt Pulverbestellung und Verfügbarkeit fest |
| Funktionsflächen | Gewinde, Passungen und Dichtflächen müssen maskiert werden |
Gewinde, Passungen und Dichtflächen
Jede Fläche, die nach der Beschichtung noch maßhaltig sein muss, gehört vorab benannt – eine Pulverschicht trägt auf, und was nicht maskiert wurde, muss hinterher mechanisch freigelegt werden.
Betroffen sind vor allem Innen- und Außengewinde, Bohrungen mit Passmaß, Lagersitze, Anlage- und Dichtflächen sowie Kontaktstellen, die elektrisch leitfähig bleiben müssen. Eine kurze Skizze oder ein markiertes Foto reicht völlig – wichtig ist nur, dass die Information vor dem Start vorliegt und nicht erst bei der Abholung auffällt.
Hohlräume, Profile und Verschmutzung
Geschlossene Profile und Hohlräume brauchen Öffnungen, durch die Strahlmittel, Reinigungsmittel und Luft wieder abfließen können – sonst bleiben Rückstände im Bauteil zurück und treten später aus der fertigen Oberfläche aus.
Ebenso wichtig: grobe Verschmutzung. Öl, Fett, Silikon und Betonreste gehören vorab herunter, soweit das mit vertretbarem Aufwand möglich ist. Silikon ist der kritischste Stoff überhaupt – kleinste Reste führen zu Kratern in der Beschichtung und lassen sich nur mit erheblichem Aufwand entfernen.
Transport und Anlieferung
Teile sollten so angeliefert werden, dass sie einzeln entnommen werden können – lose gestapelte Bauteile beschädigen sich gegenseitig und kosten beim Sortieren Zeit.
Bewährt haben sich Gitterboxen mit Zwischenlagen, palettierte Ware mit Kantenschutz und eine beigelegte Liste mit Stückzahlen. Bei großen oder ortsfesten Bauteilen, die sich gar nicht transportieren lassen, ist die mobile Oberflächenbearbeitung die naheliegende Alternative.
Checkliste vor der Anlieferung
- Anbauteile aus Kunststoff, Gummi, Glas und Elektrik demontieren.
- Aufkleber und Klebereste entfernen.
- Öl, Fett und grobe Verschmutzung abreinigen – Silikon besonders sorgfältig.
- Gewinde, Passungen und Dichtflächen markieren oder auflisten.
- Ablauföffnungen an Hohlprofilen prüfen.
- Werkstoff, Stückzahl, Maße, Gewicht und Farbwunsch notieren.
- Teile transportsicher und einzeln entnehmbar verpacken.
Häufige Fragen (FAQ)
Müssen alte Beschichtungen vorher entfernt werden?
Nicht durch Sie – das übernehmen wir. Wichtig ist nur die Information, dass eine Beschichtung vorhanden ist und wenn möglich, um welche Art es sich handelt. Davon hängt ab, ob gestrahlt oder chemisch entlackt wird.
Können verzinkte Teile pulverbeschichtet werden?
Ja, mit angepasster Vorbehandlung. Verzinkte Oberflächen neigen ohne diesen Schritt zu Haftungsproblemen und Blasenbildung. Geben Sie deshalb bitte an, ob Teile feuerverzinkt oder galvanisch verzinkt sind.
Was passiert mit Teilen, die sich nicht demontieren lassen?
Sie werden maskiert oder es wird ein Verfahren gewählt, das ohne Ofentemperatur auskommt. Entscheidend ist, dass wir vorher davon wissen – dann lässt sich fast immer eine Lösung finden.
Wie lange dauert die Bearbeitung?
Das hängt von Stückzahl, Verfahren und Farbverfügbarkeit ab. Standardfarbtöne sind schneller verfügbar als Sonderfarbtöne. Eine verbindliche Aussage machen wir mit dem Angebot, sobald die Teile beschrieben sind.
Je vollständiger die Angaben, desto schneller liegt ein belastbares Angebot vor – und desto weniger Nacharbeit entsteht. Einen Überblick über die Verfahren finden Sie unter Leistungen, Details zur Beschichtung selbst unter Pulverbeschichtung. Ihre Teile können Sie direkt über das Formular auf der Seite Anfrage beschreiben.


